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SELBSTMORD DES HAUS MAINUSCH

Die nächsten Konzerte fanden unter dem Namen „Mainusch-Konzerte im Exil" im JuZ Bingen statt. Parallel dazu versuchten Plenums-Leute aus Mainz, in Bingen die KonzertveranstalterInnen mit dem Vorwurf des sexistischen, erweitert um den des faschistischen und rassistischen Verhaltens zu diffamieren.

Trotzdem trafen sich einige PUNK-ABEND - BesucherInnen weiterhin vor dem Haus Mainusch, um den PUNK-ABEND nicht aufzugeben. Mittlerweile war der Konflikt soweit eskaliert, daß angeblich einzelne PUNK-ABEND - Besucher („mit kurzen Haaren") Drohungen gegen Plenums-Leute aussprachen.
Daraufhin wurden seitens des Plenums ein „Rhein-Main-Faschoalarm" ausgerufen. Diejenigen, die diesen Alarm ernst nahmen und von Frankfurt, Rüsselsheim und anderswo herkamen, um das Haus zu schützen, sahen sich zumeist jugendlichen Punks und Skins gegenüber und mußten feststellen, daß sie vom Plenum instrumentalisiert wurden, um hausinterne Probleme auszufechten.

Trauriger Höhepunkt der Plenums-Politik waren Flugblätter mit Lügen und Unterstellungen, die an linke Zentren verteilt wurden. In diesen wurden zwei PUNK-ABEND - Veranstaltern persönlich beschuldigt, den Konflikt verantwortet zu haben. U.a. wurde vorgeworfen, „daß Jens Menschen mit bekannter rechter Vergangenheit auf den PUNK-ABENDen duldete". Wir wissen bis heute nicht, welche Person(en) damit gemeint ist / sind !!!
Man behauptete auch, daß Tom „im Vorfeld" des Februar-Plenums angekündigt habe, das Treffen aufzumischen. Die anwesenden Punks und Skins seinen „durch Dosenbier mobilisiert" worden, außerdem wurden die anwesenden Skins als „zum Teil rechts" diffamiert. Tom, der mittlerweile (zusammen mit Jens) zum Hauptfeind erklärt wurde, hätte desweiteren „auf einem zu 80 % von Skins besuchten Konzert" Flyer verteilt, die dazu aufgefordert hätten, das Haus Mainusch zu stürmen. Das angesprochene Konzert war ein Ska-Konzert, was im Flugblatt unterschlagen wurde, wahrscheinlich weil daraus ersichtlich geworden wäre, daß diese Skins keine Rechten waren, ganz abgesehen von den Tatsachen, daß keine Flyer mit einem solchen Inhalt existieren und Tom nachweisbar nicht auf diesem Konzert war. Hier sollte wohl noch einmal die Auslösung des Fascho-Alarms gerechtfertigt werden.
Dies sind nur die heftigsten Zitate aus dem Plenums-Flugblatt, zwischen den Zeilen kann man immer wieder lesen, daß Tom und Jens verkappte Rassisten- und Faschistenfreunde seien.

Des weiteren gab es einen Drohbrief von einem Plenums-Besucher an Jens mit folgender Kernaussage: „... ich hoffe Du weißt es einzuschätzen ..., was es heißt, mich in Zukunft als Gegner zu haben / Ich werde eine Menge Spaß haben mit Euch !"

Auch gegen Suppenkazpers Noize-Imperium wurden Drohungen ausgestoßen, da in seinem Katalog angeblich Tonträger von rechten Bands vertrieben würden. Der eigentliche Grund dafür dürfte allerdings vielmehr der öffentliche Zuspruch zum PUNK-ABEND seines Betreibers sein.

Der ganze Verlauf des Konfliktes und vor allem das angesprochene Flugblatt zeigt uns ganz deutlich, daß Teile des Mainusch-Plenums die letzten 10 Jahre Augen und Ohren geschlossen hielten, da anscheinend die überkommene Haltung „kurze Haare = Skin = Nazi" noch immer in den Köpfen dieser Menschen existiert. Anstatt sich mal auf dem PUNK-ABEND blicken zu lassen und sich mit den Punks und Skins ernsthaft auseinander zu setzen, zog man es vor, althergebrachte Vorurteile zu pflegen.

Unserer Ansicht nach besteht eine hohe Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit des Trägerkreises: statt Toleranz Ausgrenzung, statt der Möglichkeit zu individuellen Lebensentwürfen der Druck zur Unterordnung, statt Lebenslust praktizierte Lustfeindlichkeit, statt Kommunikation Gewalt, statt Subkultur Anpassung, statt Anti-Sexismus vorgeschriebenes Rollenverhalten. Das Konzept des alternativen Zusammenlebens scheitert an der Übernahme überkommener Handlungsweisen zur Unterdrückung nonkonformer Gruppen und Personen.

Aus diesem Grund fordern wir auch andere Gruppen und Einzelpersonen auf, den Trägerkreis des Haus Mainusch nicht weiter zu unterstützen.


Die PUNK-ABEND - VeranstalterInnen

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letzte Aktualisierung: 04.04.2007 15:49 © 2003 BILDungslücke