OSTERN 1999 IM WILDEN OSTEN
3 Tage mit A.C.K. und KNALLKOPF
und die Erkenntniss: Langsam wird Struppi wirklich alt !
Da fährt man mit stimmungsvollen Stimmungskanonen
(sprich uns) in den stimmungsvolleren Teil unserer Republik und ich bin alle
drei Tage der erste im Bett gewesen. Nicht eine Nacht durchgesoffen, daß
ham dafür dann die Anderen um so intensiver gemacht.
Doch der Reihe nach:
2.4.1999 Magdeburg / Knast
Diesmal war die Anfahrt halbwegs erträglich
keinen langen Stau und da weder ich noch der TOM den Weg finden mußten,
fanden wir den Weg (mal wieder toll formuliert). Der Knast ist tatsächlich
im Knast, allerdings (selbstverständlich) ohne Wärter, die waren
schon abgewickelt.
An sich tat sich der Abend gut an, zwar
wenig Leute da, aber die Anlage war erträglich, kein wixer am Mixer und
wir haben auch schön gespielt, von den anderen Bands hab ich dann gar
nix mehr mitgekriegt, weil ich um elf schon auf'm Matratzenlager geschlafen
hab. Mitten in der Nacht werd ich dann von schreien und lärmen geweckt.
Da hat sich der Markus ( Ex-Sänger von A.C.K.) von Leuten, die auf Streit
aus, waren provozieren lassen und ziemlich derb auf die Fresse bekommen. Offensichtlich
färbt das harte Pflaster in Magdeburg auf die Leute ab, der Markus sah
auf jeden Fall am näxten morgen ziemlich scheiße aus.
Ich würd das mal als durchwaxenen
Auftakt bezeichnen, das Frühstück war noch das Beste an Magdeburg.
3.4.1999 Waldkirchen / AZ- Dorftrottel
Das Az mit dem liebenswerten
Namen durfte ich schon einmal mit AKKU ANKA besuchen,
was schon damals zu einer regelrechten Jägermeister
Orgie entartete. Diesmal gönnte ich mir nur 2 oder 3 mökkchen (oder
so ähnlich) und war wieder der erste im Schlafgemach.
Der Auftritt war wie von uns gewohnt professionell
allerdings hatten wir die Wunderkerzen, für unseren neuen Hippiesong
"FREI", vergessen so kam das Publikum nicht in den genuss einer
besinnlichen Stimmung, war uns aber letztlich egal. KNALLKOPF hab ich dann
diesmal wenigstens gesehen und fand sie trotz eher HC-lastiger mucke stellenweise
richtig gut. Flott und starken Sänger. A.C.K. war mir dann zu brachial
und ich zu müde.
Also ab ins Bett. während die anderen
ein wildes Gelage feierten. Diesmal traf's den Rabbo, allerdings nicht auf
der Nase, aber wie mir zugetragen wurde fand er nicht mehr alleine ins Bett
und ist dann nachts heimlich, als Tom's Torte nette Freundin nach Hause zu
Muttern mußte (der näxte Tag war Muttertag), in dessen Bett umgezogen,
der Schelm.
Morgens nachdem ich meinem Urindrang nachgab
kam ich dann das erste mal an diesem Wochenende in den Genuß einen lebenden
Zombie gegenüber zu stehen. "öhähöäöhh
wo bin isch hier ?", und rumms fiel er über den aufgestellten Radiator.
Nach einen eher mageren Frühstück (gar keins !) ging's dann weiter
nach:
4.4.1999 Bösleben / Sportlerheim
(würd ich's mal nennen)
Nachdem wir uns in einem sehr rustikalen
Gasthaus sächsische Spezialitäten einverleibt hatten, ging's dann auf die
Suche nach Bösleben, daß sich dann irgendwo in der nähe von Erfurt fand.
Ich hab ja nix gegen Land und Leute aber
komisch sind die doch manchmal!

Während ich nix trank versuchte der Tom
noch meinen Anteil mit zu saufen, was ihm offensichtlich auch gelungen ist.
Schon bei unserem Auftritt kamen wieder Tom's feinsinnige Rhythmus Varianten
zur Geltung, womit er es immer wieder schafft die komplette Band aus dem Konzept
zu bringen.
Irgendwie machte die Nicki den Eindruck,
daß sie eine Dusche nötig hätte weil ein aufmerksamer Zuschauer ihr ohne mit
der Wimper zu zucken ein Döschen unserer gespendeten Dosenbiere über dem kopf
entleerte. Soviel zu unserem Auftritt.
   
A.C.K. lärmten in gewohnter weise und Knallkopf gaben auch das letzte, die
Jungs haben auch eine Spielfreude. Trotz hunderter
Tüten und unzähliger Biere - Respekt !
Aber
das beste war der oben schon erwähnte Trinker,
der nach seinem glorreichen ersten Auftritt einen noch glorreicheren hinlegte.
Erst dachten wir ja er sucht nach Kronkorken für mich, aber er legte sich
tatsächlich schlafen, was für uns schon Normalität bedeutete (ich legte mich
nicht schlafen, weil ich noch zurückfahren wollte, da es hier keine Pennplätze
gab), war für die Österreicher Anlaß genug den altbekannten Spruch umzusetzen:
"wer abkackt, wird angemalt".
Dies
brachte dem Tom einen 1a Hitlerschnauzbart,
inklusive der Widmung:TURBO TOM umrahmt von
einem Ornament, natürlich mit absolut wasserfestem Edding
aufgetragen. Als sich schließlich noch ein räudiger Strassenköter an Toms
Kopf schmiegt und ihm unablässig die Hand abschlabberte, war es um unser Mitgefühl
geschehen und wir mußten lachen.
Dann irgendwann sind wir gefahren und ich lag um 6 uhr in meinem Bett, hab
mich am Montag locker gemacht und am Dienstag meinen Psychiater
Termin sausen gelassen.
An dieser Stelle noch liebe Grüße an alle Teilnehmer, als da wären: Julius,
Moni, Markus, Ole, Martin, Olli, neuer A.C.K.-Sänger(Namen vergessen), Malus,
Stefan, robby, ninjeen, Knallkopf-Plattenverkäufer.
OH ! ich hab die Sonja (Tom's nette Freundin) vergessen, Sorry.
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